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Stellungnahme des Presbyteriums zu den Ereignissen des 4. Juni 2016 in Dortmund

Als Leitungsgremium einer der Kirchengemeinden, deren Gemeindegebiet und -leben unmittelbar von den Ereignissen und Begleiterscheinungen des 4. Juni berührt war, halten wir fest:

Wir sind froh und dankbar, dass an diesem Tag mehrere Tausend Menschen quer durch die Generationen bei friedlichen Veranstaltungen deutlich zum Ausdruck gebracht haben, dass menschenverachtendes Gedankengut in unserer Stadt keinen Platz haben darf und wird. Wir drücken ausdrücklich unseren Respekt gegenüber all denjenigen aus, die allen Widrigkeiten zum Trotz ihren Weg vom U zur Rheinischen Straße und viele sogar – wenn auch mit großer Verspätung – bis zum Wilhelmplatz in Dorstfeld gefunden haben. Und wir freuen uns über die Spiegelwürfelbarrikaden, die auf ganz eigene Weise den Protest von Kreativen und Jugendlichen zusammengebracht haben.

Für uns als Gemeinde war es keine Frage, dass wir uns am 04.06. mit engagieren und Gesicht zeigen, manche auf dem Wilhelmplatz, andere bei der 'großen' Demonstration vom U aus. Dazu verpflichtet uns unser Selbstverständnis als Mitakteurin in zivilgesellschaftlichen Diskursen in gleicher Weise wie unsere biblisch-christliche Tradition.

Seit Jahren sind wir Mitglied im Arbeitskreis der Evangelischen Kirche in Dortmund „Christen gegen Rechtsextremismus“, engagieren uns im Ausschuss für gesellschaftliche Verantwortung des Kirchenkreises. Außerdem sind einige Gemeindeglieder, unter ihnen PresbyterInnen, aktive Pfeiler des Runden Tisches für Toleranz und Demokratie in Dorstfeld. Wir richten als ChristInnen unsere Beschlüsse an demokratischen, gewaltfreien und antirassistischen Grundsätzen aus und tragen dies auch aktiv in unsere Gottesdienste und andere Bereiche des Gemeindelebens, insbesondere in die Arbeit mit der Jugend.

In allen Bezirken, so auch im Stadtteil Dorstfeld, setzt sich die ELIAS-Gemeinde gemeinsam mit der Katholischen Gemeinde, demokratischen, politischen Parteien und zahlreichen zivilgesellschaftlichen Gruppen seit Jahren für ein selbstbewusstes demokratisches Auftreten und die Schaffung eines angstfreien Klimas ein. So wird es auch bleiben. Denn christlich zu leben und zu denken, heißt wache ZeitgenossInnenschaft und heißt, klar Stellung zu beziehen für das Recht auf würdige Behandlung aller Menschen, wie es die biblischen Texte von uns fordern.

Gerade auf dieser Grundlage bleiben wir mit Blick auf den 04.06. irritiert: Zum einen über die von der Dortmunder Polizeiführung genehmigte Routenführung, die politisch wie moralisch betrachtet nicht nachvollziehbar ist – ein Stadtteil, der seit langem darum kämpft, sich von seinem Ruf als 'Nazinest' zu befreien, wurde erneut eben darauf zurück geworfen. Und zum anderen bleiben wir nachhaltig irritiert und verärgert über die Tatsache, dass die rigorosen Sperrmaßnahmen der Polizei dazu geführt haben, dass an dem Tag vielen Menschen in Dorstfeld der Zugang sowohl zu friedlichen Veranstaltungen, z.B. der auf dem Wilhelmplatz, wie auch zu ihren eigenen Wohnungen im abgesperrten Bereich über Stunden verwehrt blieb – anders formuliert: Wessen Recht auf Versammlungs- und Bewegungsfreiheit wiegt wann wie stark? Und für die Zukunft: Wie können Politik und Polizei in Zukunft sicherstellen, dass auch Teilnehmenden von friedlichen Gegenveranstaltungen der Zugang barrierefrei ermöglicht statt blockiert wird?
Gerne bieten wir unsere Unterstützung dabei an.

Diese Fragen werden uns, gerne im kritisch-konstruktiven Dialog mit der Führung von Stadt und Polizei, weiter beschäftigen. Gemeinsam mit vielen anderen, die unnachgiebig und unermüdlich weiter daran arbeiten werden, dass DortBunt gilt, auch und gerade in Dorstfeld.


Presbyterium der Ev. ELIAS-Gemeinde

Pfarrer Christian Höfener-Wolf
(Vorsitzender)

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26.06., 12:30 Uhr

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Nachlese zum Einführungsgotttesdienst von Dr. Kerstin Schiffner

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Gemeindebüro

Bärenbruch 17-19,
44379 Dortmund
(im Gemeindehaus hinter der Immanuel-Kirche Marten)

Tel.: 0231-619777
Fax: 0231-619703
Mail: gemeindebuero@dont-want-spam.elias-gemeinde.de

Klicken Sie hier, um bei Google maps das Gemeindehaus zu finden.

Öffnungszeiten:
Montag          9.30 - 12.00 Uhr
Dienstag geschlossen
Mittwoch        9.30 - 12.00 Uhr
Donnerstag  15.00 - 18.00 Uhr
Freitag           9.30 - 12.00 Uhr

Westkreuz 31

Der Gemeindebrief Nr. 31,
März 2016

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"Haus am See" in Dülmen

Hier finden Sie Informationen über das ev. Freizeitheim der Elias Kirchengemeinde und der Miriam Kirchengemeinde aus Dortmund: Ein idealer Rahmen zur Freizeitgestaltung für Jung und Alt.

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